IOI 2026 in Usbekistan
Manuel Zöttl (Teilnehmer)
21. August 2026
Zwei Wochen voller fremder Kultur, spannender Aufgaben und unvergesslichen Erinnerungen bei der IOI 2026 in Usbekistan.
Die Internationale Informatikolympiade fand dieses Jahr vom 9. August bis zum 16. August in Tashkent, Usbekistan statt. Wie auch die letzten Jahre überzeugte das österreichische Team mit seinen starken Leistungen, insbesondere beim Übersetzen der Aufgaben.
Bereits am 7. August begann die Anreise für das Team mit einem Zug nach Budapest. Dank eines gebuchten Hotels in Budapest hatten wir die Möglichkeit, die Hauptstadt Ungarns zu erkunden, wo wir über aufregende Gespräche über Airfryer und Netzwerktechniklehrer führten (So ist es nun mal üblich für Informatiker). Schließlich kamen wir am 09. August um 4 Uhr völlig übermüdet am Flughafen von Tashkent an, wo wir fleißig von den "IOI Fans" (Leute, die uns ein Taxi andrehen wollten) und Maskottchen begrüßt wurden.
Am 10. August fanden dann auch schon die Practice Session und die Opening Ceremony statt. Der usbekische Staat hat keine Kosten und Mühen gescheut, um die Gäste aus aller Welt mit ohrenzerreißenden - ja, es war wirklich so laut - Stücken zu vergnügen. Danach fand auch schon der erste Wettbewerbstag statt, wo sowohl die Leader des österreichischen Teams mit ihren Übersetzungen als auch die Teilnehmer mit ihren starken Leistungen punkten konnten. Am nächsten Tag konnten wir den Genuss der usbekischen Exkursionen erleben. Die Reise führte uns durch einen Zoo und eine Kinovorstellung, wo wir uns Spider-Man: No Time To Wipe (Oder so ähnlich) angesehen haben.
Nach den Exkursionsabenteuern ging es auch schon mit dem zweiten Wettbewerbstag weiter, der von einer deutlich stärkeren Drachenaura erfüllt war als der erste Wettbewerbstag. Leider bezog sich dies nur auf die Angaben und nicht auf die Punkte des österreichischen Teams 🥲. Schließlich war es auch schon Zeit für den zweiten Exkursionstag. Am Vormittag besuchten wir ein absolut nicht propagandareiches Museum, gefolgt von einem Festival am Abend. Wie sich herausstellte, war kein Alkohol notwendig, um sich wie ein Betrunkener zu verhalten. Am nächsten Morgen folgten schließlich die diesjährigen Tech Talks und die Closing Ceremony. Ein großes Dankeschön gilt außerdem unserer Guide Munisa, die uns mit viel Geduld, Freundlichkeit und organisatorischem Einsatz durch die Tage begleitet und uns immer bestens unterstützt hat.
Schließlich folgte am 16. August die offizielle Abreise von der IOI, was das österreichische Team jedoch wenig beeindruckte - es reiste nämlich weiter in die usbekische Stadt Buchara. Wichtig zu erwähnen ist, dass auch bei dieser IOI der berüchtigte Chili-Assassine, der sein Debüt bei der IOI 2025 in Bolivien feierte, wieder zuschlug und das österreichische Team beinahe um zwei Mitglieder dezimiert hätte.
Im Anschluss machten wir uns nach 2,5 aufregenden Urlaubstagen in Buchara auf die Heimreise. Als wir nach mehr als 25 Stunden Reisezeit endlich in Österreich angekommen waren, nahmen wir eine riesige Menge an bleibenden Erinnerungen mit, jedoch auch eine (riesige Menge)^(-1) an Schlaf. Die diesjährige IOI war mit einer Honorable Mention (André Tremetsberger) und drei ausgezeichneten Leistungen (Julian Mejatsch, Manuel Zöttl, Arash Jafarian) ein voller Erfolg!